1 The weaver of grass

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18 Jahre 1 Woche her #39019 von Foghar nan eilein 78
The weaver of grass wurde erstellt von Foghar nan eilein 78
The weaver of grass

Der Weber der Gräser

Sie brachten ihn hierher von einem anderen Ort
Wo die süßen Winde der Marschen über die Gesichter streichen
Wortlos tobt der Aufruhr in seinen Augen
Eine verdrehte Welt, Kummer im Herzen
Von Beginn an der zerstörte Seelenfrieden
Die Jugend für immer verloren in Europas Lügen
Der Weber der Gräser kommt Heim

Die Gestalt eines jungen Mannes mit der Hoffnung eines alten
Die schmerzvolle Reise, das zerrissene Seil
Lässt dich für immer an deinen Kindheitsträumen festhalten
Jetzt die Tage in Uniform- in der Vergangenheit der installierte Stolz
Der nie geeignet war zum Überdauern
In einer Krieg führenden Welt in der Frauen wortlos stöhnen
Der Weber der Gräser kommt Heim

Der Weber der Gräser kommt Heim

Der Wind bläst kalt über die dunklen Felder der Insel
Diese stille Welt wo er berührt was ihn berührt
Für immer gehalten im entrückten Sein
Der verdunkelte Raum, eine Nacht des wortlosen Stöhnen
Die Welt erklärt von reglementierten Überzeugungen
Oh- für die farbigen Nächte des Himmels von Uist
Der Weber der Gräser kommt Heim

Der Weber der Gräser kommt Heim
Der Weber der Gräser kommt Heim
Der Weber der Gräser kommt Heim

Hastige webende Hände ohne Rast auf der Suche
Nach dem Frieden der offenen Felder
Wo die Natur ihre eigenen Wege der Heilung nimmt
Durch die tiefhängenden Bäume die verwirbelten Flechten und Moose
Seine umschatteten Augen wenden sich nach Innen im Rückzug
Zu einer Welt von der nur er träumen kann
Der Weber der Gräser kommt Heim

Der Weber der Gräser kommt Heim

Die Straße die heimwärts führt, die vertrauten Strände
Die Kiebitze schreien so wie sie immer schreien werden
Außerhalb am Rande des Volkes war er sicher gegangen
Und in diesem Treiben einer unveränderten Welt
Hatte sein Gewebe sich verstärkt im Verlauf seiner Tage
So spät kamen wir ihn zu sehen in seinem Stolz
Der Weber der Gräser kommt Heim

Der Weber der Gräser kommt Heim
Gesa, 12.02.2006

Dieses Lied ist einem Mann gewidmet, der traumatisiert aus dem Krieg zurückkam und seitdem in einer Anstalt leben mußte. Hier hatte er begonnen besonders „eigene“ Objekte aus Gras und Naturmaterialien herzustellen. Bäume mit Grasbüscheln behängt usw. Im Rahmen einer Ausstellung hatte Donnie diesen Mann namens Angus MacPhee kennen gelernt. Die Kunst dieses Mannes die Art wie sein Leben verlaufen ist, die Schuld der Gesellschaft, die Auswege der Natur, davon handelt dieser Song Wer es nicht kennt, es hat eine rhythmische flotte Melodie und eine positive bis melancholische Tendenz.
Ich finde es ist ein wirklich schönes Lied. ( kein bißchen seicht )

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17 Jahre 11 Monate her #39985 von Mara
Mara antwortete auf The Weaver Of Grass
[color=blue:36ci8w3y][b:36ci8w3y]The Weaver Of Grass[/b:36ci8w3y]

Sie brachten ihn von einem anderen Ort hierher,
wo die süßlichen Winde der Machair über das Gesicht streichen.
Stiller Aufruhr rollt über seine Augen –
eine sich verändernde Welt, ein aufgewühltes Herz !
Die Freiheit des Willens von Anfang an gebrochen !
Jugend für immer verloren in Europas Lügen !
Der Grasweber/Grasverflechter kommt nach hause / kehrt heim !

Die Hülle (wörtlich: der Rahmen) eines jungen Mannes und die Hoffnungen eines alten Mannes ...
Die schmerzliche Reise, die Wicklung des Seiles –
(im Sinne von Verzwirnung – Herstellen, Drehen eines Seiles)
für immer fest verbunden mit Kindheitsträumen –
die “Lovat-Tage” nun in der Vergangenheit.
Der aufsteigende Stolz, der nie dazu bestimmt war, bestehen zu bleiben
in einer kriegführenden/sich bekriegenden Welt, in der Frauen seufzen.
Der Grasweber/Grasverflechter kommt nach hause / kehrt heim !

Der Wind bläst kalt über die Felder der schwarzen Insel –
diese stille Welt, wo er berührt, was er fühlt,
für immer festgehalten an der äußeren Linie.
Der verdunkelte Raum, eine Nacht von Seufzern ...
Die Welt definiert durch die reglementierten Gedanken ...
Oh, für die verfärbten Nächte eines Himmels über Uist.
Der Grasweber/Grasverflechter kommt nach hause / kehrt heim !

Die Hände wenden/drehen sich in einem verzweifelten Geflecht,
um die Freiheiten des offenen Feldes zu suchen,
wo das heilende Maß der Natur seinen Weg findet –
bei dem behängten Baum und dem windverwehten Zaun
seine düsteren Augen wandten sich nach innen in Abwehr
einer Welt, die nur er jemals träumen kann.
Der Grasweber/Grasverflechter kommt nach hause / kehrt heim !

Die Straße heimwärts, die vertraute Küste,
der Ruf der Kiebitze, der für immer rufen wird ...
Vorbei an einer Reihe von Leuten, von denen er sicher war, daß sie gegangen waren ...
Und in dieser Einflußnahme/Tendenz einer unveränderten Welt
ist sein Geflecht verstärkt/bekräftigt im Vorübergehen seiner Tage
So spät kamen wir, um ihn in seinem Stolz zu sehen
Der Grasweber/Grasverflechter kommt nach hause / kehrt heim !




[b:36ci8w3y]Freie Übersetzung:[/b:36ci8w3y]

Sie brachten ihn von einem anderen Ort hierher,
wo einem die süßlichen Winde der Machair über das Gesicht streichen.
Stiller Aufruhr blitzt auf in seinen Augen ...
Angst vor einer sich verändernden Welt, ein aufgewühltes Herz ...
Die Freiheit des Willens von Anfang an gebrochen ...
Jugend für immer verloren in Europas Lügen über einen Krieg !
Der Grasflechter kehrt zurück !

Die äußere Hülle eines jungen Mannes untrennbar verknüpft
mit den verblaßenden Hoffnungen eines alten Mannes ...
Die schmerzliche Reise, wie die Verwindung, Verzwirnung eines Seiles ...
für immer fest verbunden mit Kindheitsträumen ...
Die “Lovat-Tage” gehören nun in der Vergangenheit an –
Der sich vage erhebende Stolz, der nie dazu bestimmt war,
in einer sich bekriegenden Welt, in der nur Frauen seufzen dürfen, bestehen zu können.
Der Grasflechter kehrt wieder heim !

Der Wind bläst kalt über die Felder der schwarzen Insel –
In dieser stillen Welt, wo er Dinge berührt, die er befühlen kann,
die er aber trotzdem für immer nicht weiter als bis an diese äußere Linie an sich heranläßt.
Der verdunkelte Raum ... eine Nacht voller tiefer Seufzer ...
Seine Welt definiert durch seine reglementierten Gedanken
Oh ja, z.B. für die farbengetränkten Nächte eines Himmels über Uist.
Der Grasflechter kehrt langsam wieder heim !

Die Hände bewegen, wenden sich auf und ab wie in einem Geflecht der Verzweiflung
um die Freiheiten des offenen Feldes zu suchen,
wo die Natur ihren Weg in ein heilendes Maß findet –
z.B. dort bei dem mit Gras behängten Baum und dem windzerzausten Zaun.
Seine düsteren Augen wandten sich in Abwehr nach innen
zu einer Welt, die nur er jemals träumen kann.
Der Grasflechter kehrt langsam wieder nach hause zurück !

Die Straße heimwärts, die vertraute Küste,
Der Ruf der Kiebitze, der für immer schallt ...
Aber auch vorbei am Spalier von Leuten, von denen er sich sicher war,
daß sie schon fort gegangen waren ...
Und in diesem beschaulichen Kreislauf einer unveränderten Welt
hat sich im zunehmenden Lauf seiner Jahre sein Geflecht des Lebens langsam wieder verfestigt –
so konnten wir später sogar erkennen, daß er zunehmend stolz auf sich war.
Der Grasflechter kehrt langsam zu sich nach hause zurück und hat seinen Frieden gefunden ![/color:36ci8w3y]



Anmerkung im Songbooklet:

Dem Leben und der Arbeit von Angus MacPhee von Uist gewidmet und der Stärke seiner “inneren Welt” – für immer verbunden gehalten mit Kindheitsträumen ...






Mara, 27.07.2006
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17 Jahre 11 Monate her #40558 von Foghar nan eilein 78
Foghar nan eilein 78 antwortete auf Re: The weaver of grass
Ein kleiner Nachtrag zum Song- es ist sehr anrührend, genau wie der Song selbst.


Born into a crofting family on South Uist, Angus McPhee learned the local skill of making rope out of grass to put over haystacks, secure roof thatching or to lead horses from the fields. While serving with the Lovat Scouts Regiment in the Faroes from 1940, McPhee became ill. Returned home to his family croft, he became solitary and self-absorbed, with behaviour that was too erratic and difficult for his family to manage. He was admitted to Craig Dunain Hospital near Inverness and spent the next 50 years of his life, virtually without speaking, on the farm ward. When not at work on the hospital farm, Angus would weave ropes, garments, shoes and containers from grass, beech leaves and pieces of sheep's wool collected from hedges and fences. In 1996, as the hospital closed, he was transferred to a nursing home on Uist. In her book, Angus McPhee Weaver of Grass, the art therapist Joyce Laing describes her first encounter with Angus and his art. Visiting Craig Dunain in search of Art Extraordinary, she had been told about a patient who made things out of grass and whose work could be found under the trees and bushes of the hospital grounds. ‘Jim and I began to rummage about under the bushes, "Look," I cried excitedly, "It's a boot." Seconds later Jim emerged from the undergrowth, triumphant with another boot. We placed them on the grass — they were a pair. Then like kids at a party, we ran in and out of the bushes, bringing out all manner of garments, a coat, trousers, a peat creel and on it went. The charge nurse, watching us from the ward window, decided to join us. "Would you like to meet Angus?" he queried. We couldn't wait. He sent the young nurse to the fields to find Angus. Shortly, Angus appeared, a fine handsome man, over six foot tall. Dressed in grey hospital garb, he also sported a grass cap on his head, a sheep's wool muffler and a sheep's wool handkerchief with the pointed triangle showing from his top jacket pocket — the touch of a gentleman’. Angus never spoke about the purpose or meaning of his weavings and stood and watched impassively as the hospital gardeners raked them up and burned them with the autumn leaves each year. The surviving fragments of his output have a beauty and a power that belies their fragility and give an eloquent if enigmatic voice to this silent man. These and other grass weavings by Angus McPhee can be seen in the Scottish Collection of Art Extraordinary, The Old Manse, High Street, Pittenween, Fife (tel: 01333 311425). With thanks to Dr Allan Beveridge, Queen Margaret Hospital, Dunfermline, Fife for telling me about Angus McPhee and to Dr Beveridge and Joyce Laing of the Scottish Collection of Art Extraordinary for supplying the images.

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