THEMA: The Only Rose

The Only Rose 30 Sep 2005 00:26 #14341

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[color=blue:xu1ro14q]The Only Rose – Die einzige Rose

Zwischen wechselnden Schatten
in der Niemands-Zone/im Niemandsland.
Dort ist eine Bar am Ende der Straße –
ein bißchen armselige Country-Musik,
ein oder zwei Songs aus den 60ern.
Das ist der Platz, wo Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen (die Nachteulen schlafen).
Oh Einsamkeit,
Du bist eine hart verdiente (rauhe) Schale.
Du bist die Nacht am Ende des Tages,
weil Du Deine Schulden zurückverlangst,
auf der Straße, die man (Du) gesucht hat (hast),
mit dem Preis, den man (Du) zu bezahlen hat (hast).

Unten in den Neon-Schluchten
und den Dämmerlicht-Meilen/Rotlichtbezirken,
wo es sich die Welt in Abgeschiedenheit gemütlich macht –
ist alles, was ich hören kann,
eine Stimme in meinem Ohr -
und sie ruft Deinen Namen.

Noch glimmt die Stille,
die vier Winde wehen
und der dunkle Mond geht auf -
um (in Gedanken) an Deiner Seite zu ruhen,
in der Hitze des Feuers
im Schlaf der Liebesnacht.

Wenn die Dunkelheit
über der dreckigen Stadt hängt,
Winter auf eine fremde Städte fällt –
ist alles was ich tun kann,
bei Dir zu sein -
heute Abend, wenn die Sonne untergeht.
Und (Aber) ich würde den weiten Ozean überqueren,
würde über die mächtige Gischt wandern,
wenn ich heute Nacht
in Deinen Armen liegen könnte.

Du bist die einzige Rose, die ich kenne.


Mara 21.09.2005[/color:xu1ro14q]
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The Only Rose 10 Dez 2014 22:08 #148813

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Etwas freie Übersetzung:

Zwischen den sich bewegenden Schatten
im Niemandsland,
da ist ein Pub am Ende der Straße.
Ein wenig armselige Country-Musik
ein oder zwei Songs aus den 60ern,
dies ist der Ort, wo sich Fuchs und Hase "Gute Nacht" sagen.
Oh Einsamkeit, du hart verdiente (Brot-)Kruste,
du bist die Nacht am Ende des Tages.
Weil du deinen Beitrag leistest, (deine Verpflichtungen wahrnimmst)
auf dem Weg, den du wählst,
mit dem Preis, den du bezahlen musst.
Die mit Neonlicht beleuchteten Straßen hinunter (entspricht kaltem Licht der Straßenlaternen)
und die Meilen in der Dämmerung, (Rotlichtvierten)
wo die Welt Trost findet in Scham.
Und alles, was ich hören kann,
ist eine Stimme in meinem Ohr, die deinen Namen ruft.
Immer noch glüht die Stille,
die vier Winde wehen
und ein dunkler Mond geht auf.
{Mir vorzustellen,} Im warmen Feuerschein an deiner Seite zu weilen
während des Schlafs einer Liebesnacht
Wenn Dunkelheit in der dreckigen Stadt heraufzieht.
Es wird Winter in einer fremden Stadt
und das ist alles, was ich tun kann, um bei dir zu sein.
Heute Nacht, wenn die Sonne untergeht.
Aber ich würde den weiten Ozean überqueren,
Ich würde über die Gischt laufen,
wenn ich heute in deinen Armen liegen könnte,
wenn die Sonne untergeht.
Du bist die einzige Rose (eine Metapher für Liebe), die ich kenne.


______________________________________________________________________________


Nach mehrfachem Hören denke ich, dass die Zeile "where the four winds blow" erneut eine versteckte Anspielung auf die Bibel darstellt:

Folgender Text findet sich in der Offenbareung des Johannes (7.1)

After this I saw four angels standing at the four corners of the earth, holding back the four winds of the earth, so that no wind would blow on the earth or on the sea or on any tree.


zu Deutsch: Danach sah ich vier Engel stehen an den vier Ecken der Erde, die hielten die vier Winde der Erde fest, damit kein Wind über die Erde blase, noch über das Meer, noch über irgendeinen Baum."

vgl. Lutherbibel

Ich habe in das dem Auszug vorangestellte sechste Kapitel der Offenbarung geschaut und festgestellt, dass dort die vier apokalyptischen Reiter auf die Erde niederkommen; Krieg, Gewalt, Krankheit und Tod


Aus dem Lied spricht eine gewisse Sehnsucht, dort wo der Sänger gerade ist, fühlt er sich jedenfalls nicht allzu wohl.

Der Sänger streift nach getaner Arbeit (in europäischen Kulturkreisen ist "Brot" gerne eine Metapher für Arbeit/Beschäftigung. Im Vaterunser heißt es: "Unser tägliches Brot gib uns heute." Eine Bitte, arbeiten zu können und deshalb kein Hunger zu leiden. Den Beruf wählt jemand zumindest heutzutage selbst.) durch schlecht beleuchtete Straßen, kehrt in eine Bar ein. Die Musik dort gefällt ihm nicht, deshalb fühlt er sich einsam. Am Ende dieses arbeitsreichen ("hard earned") Tages erhält er Einsamkeit als mageren Lohn (sozusagen nur die Kruste des Brotes; von Brotkruste allein lässt sich schlecht leben; es ist zu wenig)
Alles woran er denken kann, ist eine von ihm entfernte geliebte Person, aber auch diese positiven Gedanken schaffen es nicht, die Stille (= Einsamkeit ) zu vertreiben, die Dämonen der Einsamkeit suchen das lyrische Ich immer noch heim und dennoch ist es die gedankliche Vorstellung allein im Moment das einzige, was dem lyrischen Ich zur Verfügung steht, um dort zu sein, wo er sein möchte. Bei seiner Liebsten.
I caught a fleeting glimpse of life...

Runrig: Hearts of Olden Glory
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