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THEMA: Diana Gabaldon auf Lesereise

Diana Gabaldon auf Lesereise 10 Mai 2015 01:10 #150883

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Diana Gabaldon war jetzt in Deutschland auf Lesereise. Unter anderem sie ihre Fans in Berlin, Hamburg und München. Auch in Dortmund gab es einen Abend mit der amerikanischen Bestsellerautorin, für den ich noch Karten erwischen konnte. Es war ein durchaus interessanter Abend... ;-)

Das sollte sie also sein, die Mutter aller Highlander! Ich bin erstaunt, wie klein und zierlich Diana Gabaldon wirkt, die da plötzlich am Rande des Geschehens auftaucht und völlig entspannt einen Blick auf die vielleicht 300 oder auch 400 Stühle wirft, die da in der Mayerschen Buchhandlung am Westenhellweg in Dortmund schon lange vor der Zeit besetzt sind. Besetzt von Frauen (um der Wahrheit die Ehre zu geben: auch eine Handvoll Männer hat sich eingefunden, was den Mann an meiner Seite deutlich erleichtert aufseufzen lässt), die durch die Bank den gleichen Gesichtsausdruck tragen. So sahen wir alle aus, damals, mit fünf Jahren, wenn am Heiligabend die Bescherung unmittelbar bevorgestanden hat.
400 Frauen und vielleicht zehn Männer in gespannter Erwartung – den Kampf muss jede Klimaanlage verloren geben, noch bevor sie ihn richtig hat aufnehmen können. So schwitzen wir also in stiller Eintracht vor uns hin, und die reichlich vorhandenen Schals und Tücher, natürlich viele von ihnen im zum Thema des Abends passenden mehr oder weniger authentischen Schottenkaro, werden immer hemmungsloser als Schweißtücher missbraucht und so mancher Bücherstapel rutscht seiner sich heroisch abschleppenden Besitzerin haltlos aus den schwitzigen Händen, lange bevor an die Signierstunde überhaupt zu denken ist.
Diana Herself, die ihren ersten Applaus nur fürs Gucken bereits eingeheimst hat, ist mit Barbara Schnell und Angestellten der Mayerschen irgendwo in den Katakomben verschwunden, wahrscheinlich um sich noch ein Stündchen auszuruhen, bevor sie in den Ring müssen. Kluge Frauen, Lesereisen sind schließlich kein Zuckerschlecken und Abende mit bekennenden Jamie-Girlies haben garantiert zusätzlich eine ganz eigene kräftezehrende Dynamik.
Noch viel Zeit, sich umzusehen. Erstaunlich, das fiel uns bereits beim Eintreffen auf, ist die sprühende gute Laune der Mayerschen Mitarbeiterinnen. Nun sind Buchhändlerinnen, die für ihren Job brennen, ja eh sehr kommunikativ und umgänglich, doch hier drängt sich fast der Gedanke an Drogenmissbrauch auf. Mein Mann schimpft mich bei der Suche nach den Gründen für so viel Euphorie naiv. Schließlich hätte das Unternehmen mit der Lesung gerade den Coup schlechthin gelandet und würde vermutlich nur an diesem Abend gleich 400, wenn nicht 800 der neuaufgelegten Schinken verkaufen, den ich natürlich auch im Gepäck habe – völlig schmerzfrei im Vorfeld bei Amazon gesichert. Wie wir dann nur wenig später von Mrs. Gabaldon erfahren, ist die erste Auflage der Neuauflage bereits komplett vergriffen (was die Verkaufszahl an dem Abend gleich noch einmal befördert haben dürfte), doch bei Droemer Knaur rattern bereits beruhigend die Druckmaschinen.
Eine Stunde vor der Zeit an Ort und Stelle, das kann sich ziehen. Hier nicht. Viel zu sehen und was jede Minute Wartezeit rechtfertig: Wir haben noch gute Plätze ergattert, sodass unser Blick auf Herself völlig ungestört sein wird. Der Beifall will nicht enden, als der Mittelpunkt des Abends endlich erscheint. Was heißt endlich – Frau Gabaldon ist pünktlich, nur wir hocken da eben schon so langer herum und sind – siehe oben, Stichwort Klimaanlage – auf kleiner Flamme mittlerweile gar gekocht.
Sehr schnell ist klar, dass der englisch-deutsche Abend ein englischer werden wird. Barbara Schnell, der ziemlich deutlich anzusehen ist, dass man sich als Begleiterin der Schriftstellerin permanent auf der Überholspur befindet, macht nach wenigen Minuten freundlich klar, dass man das Gefühl habe, der überwältigende Teil der Anwesenden würde mühelos den Ausführungen der Hauptperson folgen können, sodass sie mal nichts sagen würde. Schließlich wollten doch sicher alle lieber Dianas Stimme hören wollen, aber selbstredend werde sie helfend eingreifen, wenn jemand tatsächlich nicht ganz folgen könnte. Keinerlei Scheu solle derjenige an den Tag legen, dessen Englisch nicht ganz ausreicht … Es geschah, was in solchen Situationen ja immer geschieht – keiner steht vor 400 Leuten auf und teilt mit, dass er in Englisch immer gepennt hat. Ich natürlich auch nicht, was dazu führte, dass ich von den Feinheiten, die Frau Gabaldon zu berichten hatte, nicht das Allermeiste verstanden habe. Obwohl – im Anschluss haben Männe und ich zusammengeworfen, was wir so aufgeschnappt haben und kamen zu der ernüchternden Erkenntnis, dass was Neues nun wirklich nicht dabei gewesen ist.
Durch das Herumtreiben in ungezählten Foren, auf einschlägigen Websites, bei Twitter, Instagram und wo sonst noch alles (was ja bei mir wirklich zu einem ziemlichen Outlander-Overkill geführt hat) ist einfach jede Frage schon mal aufgetaucht, jede Antwort dazu und jede noch so kleine Neuigkeit von mindestens 200 verschiedenen Seiten interpretiert und kommentiert worden. Dass die 63jährige Amerikanerin zum Schreiben gekommen ist, weil sie Mitte 30 mit drei kleinen Kindern kaum noch als Honorarprofessorin für Meeresbiologie hätte arbeiten können – ein alter Hut. Dass ihre Writing time um Mitternacht beginnt und kaum vor vier Uhr morgens endet – geschenkt. Dass sie ganz glücklich ist, dass die Filmleute mit ihr vor dem Dreh reden (und dann eh machen was sie wollen) – keine Überraschung mehr. Selbst die lange vorbereitete Frage, wann Jamie denn endlich unter seinem schottischen Grabstein zur Ruhe kommen darf – kein Aufreger. Sie wolle die Reihe beenden, bevor sie selbst stirbt. Okay… Einen neunten Band wird es also (bald?, angeblich nächsten Sommer zunächst in Amerika) geben, ein zehnter scheint nicht gänzlich ausgeschlossen. Auf jeden Fall gibt es noch Bücher drum herum (wahrscheinlich Recherchematerial; ich würde es nicht anders machen, denn nichts hassen berufsmäßig schreibende Menschen mehr, als das für Nüsse zu tun) und die Neuauflagen der ersten drei Bände (den ersten hielten wir da ja krampfhaft alle in den Händen) folgen jetzt Schlag auf Schlag, Band zwei im Herbst, Band drei irgendwann Anfang 2016. Grund dafür ist natürlich kein schnödes Kohle sammeln, weil es gerade so gut läuft. Nein – ausländische Verleger (amerikanische tun das demnach wohl nicht) würden halt einfach ungefragt bis zu 25 Prozent eines Werkes streichen, damit sie schnell mit dem Drucken durch sind und kein Schriftsteller könnte sich dagegen wehren. Mag ja sein, doch wenn man sehr bekannt ist, kann man eben doch was dagegen tun, man fügt das Material wieder ein, nimmt den Verlag mit den besten Konditionen und freut sich mit den Fans darüber, dass jetzt endlich die ganze Geschichte erzählt werden kann. Okay, ist ja nicht verboten…
Wie auch immer, absolut kein Fitzelchen Neuigkeit. Die ketzerische (oder naive) Frage aus dem Publikum, wie es denn um das Casting bestellt sei, ob Brianna und Roger inzwischen ein Gesicht hätten, ließ Mrs. Gabaldon ein wenig tiefgründig lächeln, bevor sie sich auf ihren „contract“ berief, der ihre Lippen versiegele. Tatsächlich musste die Übersetzerin dann bei zwei Fragen aus dem Publikum Hilfestellung geben. Die wurden für Diana übersetzt, wobei es dann bei ihrer englischen Antwort für die leicht verdutzten Fragestellerinnen blieb. Als dann augenscheinlich ein Hardcore-Fan aus der first row Diana in sorgsam gewählten Worten dafür huldigte, dass sie der Welt diese Bücher geschenkt hätte, war das dann sogar Herself sichtlich peinlich. Okay, ich finde die Reihe (bis Band sechs!) auch klasse, doch unterm Strich hat Diana einen guten Job gemacht, der sie zur ich weiß nicht wieviel fachen Millionärin gemacht hat. Und jetzt kaufen wir Irren das ganze Zeug zum zweiten Mal… Also ich finde, dafür gebührt uns Dank, oder nicht?
Anyway, ich habe dann nur noch mit einem Ohr zugehört (zumal auch das „neue“ Kapitel schon in ich weiß nicht mehr welchem Forum zu lesen war und das Stück aus der Neuauflage mir auch irgendwie bekannt vorkam. Stattdessen habe ich mich auf die Hauptperson des Abends konzentriert. Eine faszinierende Frau! Eine Frau, die mir sympathisch ist – trotz, nicht wegen des Outlander-Gedöns. Was mich ein wenig irritiert hat, das war Dianas Stimme, die irgendwie nicht zu dieser zarten Frau passen wollte – rau und fast knarrend, so als hätte sie in den letzten Tagen nach einer schweren Erkältung viel zu viel geredet. Der Mann an meiner Seite hörte das anders. Zwar war die Stimme auch für ihn in der Tat irritierend, doch er ist sicher, dass das ihre normale Stimme ist.
Diana redet schnell, sehr schnell! Und sie redet wie sie schreibt. Ausführlich, sehr ausführlich! Dazu redet sie so, wie Amerikaner nun mal reden – furchtbar schlampig, jedes Wort ab der Hälfte einfach verschluckend. Aber weil sie mit der wunderbaren Gabe des Humors gesegnet ist, hört man ihr trotzdem gerne zu. Wenn sie frei erzählt! Fürs Vorlesen hätte ich ihr eine gutgemeinte Vier minus verpasst, weil sie ohne Punkt und Komma durch die Story geschossen ist. Was ich vom ersten Tag an (immerhin ist das nun schon 20 Jahre her) bewundert habe, das ist ihr Stil sich zu kleiden. Sie hat ein unglaubliches Gespür (oder gute Berater) für Farben und Stoffe, die ihr schmeicheln. Eine schlichte helle Jeans wird mit einer seegrünen ärmellosen Baumwollbluse zu einem todschicken Dress in Kombination mit diesem traumhaften Chenille Schal, der in überirdisch schönen Blautönen changiert. Mich hat’s ja verblüfft fast vom Stuhl gehauen, als ihr BH-Träger durch den Ärmelausschnitt blitze – ein Grün, das so perfekt zu ihren gestylten Nägeln passte, dass das definitiv kein Zufall sein konnte. Irre! Überhaupt Dianas Hände. Wunderschöne Hände! Immer in Bewegung, immer eine vielsagend Unterstützung für das gesprochene Wort. Und definitiv der einzige Punkt ihres Körpers, dem man ansieht, dass sie eben keine ganz junge Frau mehr ist. Ansonsten (als Geschlechtsgenossin sieht man ja schon mal gerne besonders kritisch hin) alles top! Figur, Hals, Haare, Gesicht, Haltung – der mir Angetraute gab ihr keinen Tag mehr als 40. Dazu vermittelt sie den Eindruck als sei das alles ausschließlich das Ergebnis unverschämt guter Gene. Eine liebe Freundin meinte mal, als wir uns über Herself das Maul zerrissen haben, da müsste einfach Botox im Spiel sein. So eine glatte Stirn mit Anfang 60 sei anders ganz einfach nicht zu erreichen. Nachdem ich jetzt einen Abend lang Dianas ausdrucksstarkes Mienenspiel beobachten konnte, müssen wir neiderfüllten Weiber diesen Punkt leider abhaken. Nie im Leben ist da irgendwas gebotoxt. Aber weil auch keine Pflegeserie der Welt so einen Teint schaffen könnte (ich weiß schließlich, wovon ich spreche), müssen es wohl doch die Gene sein. Glückwunsch!
Was mich dann endgültig für Mrs. Gabaldon eingenommen hat, das ist ihre Freundlichkeit. OK, ich weiß - Amis sind ja immer freundlich, was sie aber angeblich nicht so meinen. Ich habe bei unseren Amerikareisen allerdings entdeckt, dass ich die nicht so gemeinte amerikanische Freundlichkeit viel lieber mag, als die ehrlich gemeinte Unfreundlichkeit der eigenen Landsleute… Nein, Dianas Freundlichkeit ist ein angenehmes Eingehen auf ihr Gegenüber. Bei aller Professionalität ist zu spüren, dass sie wirklich interessiert, was der Gesprächspartner zu sagen hat. Er sollte aber immer daran denken, dass sein Beitrag irgendwann zwischen Mitternacht und vier Uhr morgens dafür sorgen könnte, dass ein sich in Arbeit befindliches Buch wieder ein bisschen umfangreicher wird…
Ein Lob noch für die Mayerschen! Schon vor der Lesung gingen Mitarbeiterinnen mit Klebezettelchen durch die Reihen, um zu notieren, was als Widmung gewünscht wurde. Keine ganz schlechte Idee, denn 400 Frauen mit geschätzten 2000 Büchern, die wollen erst mal abgearbeitet werden! Kleines Goody für mich zum Schluss – meine Bitte um: „To Gaira, Lady of Glencoe“ ließ Herself kurz aufmerken und etwas Nettes in meine Richtung murmeln. Zum Nachfragen blieb mir leider keine Zeit, weil die 364 Frauen hinter mir so drängelten. Egal, meine Eintrittskarte hat sie mir auch noch unterschrieben, unterm Strich ein mal wirklich interessanter Abend, den entgegen vorheriger Befürchtungen sogar mein dienstverpflichteter Mann (ich brauchte einen Fotografen, weil meine kurzen Arme für Selfies nun mal nicht gemacht sind) „ganz okay“ fand. Leichte Panikattacken angesichts so vieler aufgeregter Frauen (nun ja, JAMMF-Fans sind eben schon was Besonderes) kämpfte er ganz tapfer nieder, nachdem ihm klar geworden war, dass er wohl nicht ins vorherrschende Beuteschema passte. Wenn er sich da mal nicht täuscht, aber es ist ja noch mal gut gegangen…


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Diana Gabaldon auf Lesereise 10 Mai 2015 10:26 #150885

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Leider hat die Lesereise Diana Gabaldon nicht in Thüringer Gefilde geführt und bei Terminen unter der Woche kann man es dienstlich auch nicht immer so einrichten, dass man mal eben schnell Urlaub nimmt.

Daher, liebe gaira, vielen Dank für deinen ausführlichen, humorvollen Bericht von dem Abend in Dortmund!

Die Neuübersetzungen werde ich mir, glaube ich, dennoch nicht zulegen, auch wenn die Bände 1 bis 3 meine Favoriten der Highland-Saga sind.

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Diana Gabaldon auf Lesereise 10 Mai 2015 12:05 #150890

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Und ab 20. März gibt es "Outlander" im Free TV bei Vox
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Diana Gabaldon auf Lesereise 10 Jun 2015 17:09 #151381

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Helen Scozia schrieb: Die Neuübersetzungen werde ich mir, glaube ich, dennoch nicht zulegen, auch wenn die Bände 1 bis 3 meine Favoriten der Highland-Saga sind.

Ich gebe es zu, ich bin schwach geworden und habe mir die Neuübersetzung von "Feuer und Stein" auf meinen eBook-Reader geladen.

ABER

Auch wenn sich viele Leser/innen auf die neue Übersetzung gefreut haben, so musste ich doch für mich feststellen, dass sie mir zu modern (z. B. "Drachen" statt "Füchsin", "Nixenkraut" statt "Wasserpflanze", "Klimax" statt "Höhepunkt") ist und zum Teil finde ich den englischen Text nicht passend neu übersetzt. Beispiel: im englischen Original heißt es: "Reckon one of us should know what they're doing". Das hieß dann in der früheren Übersetzung: "Ich denke, einer von uns sollte wissen, was wir tun". Und in der neuen Übersetzung steht nun: "Ich finde, wir sollten beide wissen, was wir tun". Was in Bezug auf die Textpassage zuvor für mich keinen Sinn ergibt.

Insgesamt fehlt mir in der neuen Übersetzung die Ernsthaftigkeit und der Charme der alten deutschen Fassung. Von daher würde ich doch eher zur Übersetzung von Elfriede Fuchs und Maya Ubik raten, wenn jemand das Buch erstmals lesen möchte. Denn der Inhalt von "Feuer und Stein" ist natürlich wirklich lesenswert, sehr spannend und detailreich, mit vielen unerwarteten Wendungen und Geschehnissen und bringt einem anhand der Geschichte von Claire und Jamie das Schicksal der Schotten im 18. Jahrhundert, ihren Kampf um Unabhängigkeit von der englischen Krone, auf eindringliche Weise nah.

Sollten dann also die Bücher 2 und 3 ebenfalls noch in neuer Übersetzung von Barbara Schnell herausgebracht werden, werde ich einem Kauf widerstehen können.
;-)
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Diana Gabaldon auf Lesereise 10 Jun 2015 20:59 #151383

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Helen Scozia schrieb: (...) zum Teil finde ich den englischen Text nicht passend neu übersetzt. Beispiel: im englischen Original heißt es: "Reckon one of us should know what they're doing". Das hieß dann in der früheren Übersetzung: "Ich denke, einer von uns sollte wissen, was wir tun". Und in der neuen Übersetzung steht nun: "Ich finde, wir sollten beide wissen, was wir tun". Was in Bezug auf die Textpassage zuvor für mich keinen Sinn ergibt.


Ach herrje, in diesem Fall ist die neue Übersetzung tatsächlich nicht gut gelungen. :evil:

Helen Scozia schrieb:

Helen Scozia schrieb: Die Neuübersetzungen werde ich mir, glaube ich, dennoch nicht zulegen, auch wenn die Bände 1 bis 3 meine Favoriten der Highland-Saga sind.

Ich gebe es zu, ich bin schwach geworden und habe mir die Neuübersetzung von "Feuer und Stein" auf meinen eBook-Reader geladen.

ABER

Auch wenn sich viele Leser/innen auf die neue Übersetzung gefreut haben, so musste ich doch für mich feststellen, dass sie mir zu modern (z. B. "Drachen" statt "Füchsin", "Nixenkraut" statt "Wasserpflanze", "Klimax" statt "Höhepunkt") ist (...)
Insgesamt fehlt mir in der neuen Übersetzung die Ernsthaftigkeit und der Charme der alten deutschen Fassung. Von daher würde ich doch eher zur Übersetzung von Elfriede Fuchs und Maya Ubik raten, wenn jemand das Buch erstmals lesen möchte. Denn der Inhalt von "Feuer und Stein" ist natürlich wirklich lesenswert, sehr spannend und detailreich, mit vielen unerwarteten Wendungen und Geschehnissen und bringt einem anhand der Geschichte von Claire und Jamie das Schicksal der Schotten im 18. Jahrhundert, ihren Kampf um Unabhängigkeit von der englischen Krone, auf eindringliche Weise nah.

Sollten dann also die Bücher 2 und 3 ebenfalls noch in neuer Übersetzung von Barbara Schnell herausgebracht werden, werde ich einem Kauf widerstehen können.
;-)


Vielen Dank für deine Einschätzung, Helen. Den ersten Band habe ich im Original gelesen und werde es vermutlich auch mit den folgenden Bänden tun, aber man weiß nie. Für ein Buch im englischen Original brauche ich meist doch etwas länger, bis es gelesen ist und manchmal habe ich nicht die Zeit dafür.

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I caught a fleeting glimpse of life...

Runrig: Hearts of Olden Glory
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