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THEMA: And the winner is...

And the winner is... 16 Apr 2011 18:42 #128621

  • gaira
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Ein leckerer Rundgang durch die Schweiz, Irland und Schottland stand jetzt im Rahmen unseres Club-Tasting auf dem Programm :P . Diese Probierabende im kleinen Kreis sind fester Bestandteil unseres „Clublebens“ und folgen eigentlich keiner festen Regel. Wer „dran“ ist, der stellt die Tasting-Range nach eigenen Vorstellungen zusammen. Doch es ist ja klar, dass man immer wenigstens einen Whisky präsentieren möchte, den noch niemand aus der Runde kennt ;-) .

Mit seinem Vertreter aus der Schweiz war unser Gastgeber da schon mal auf der sicheren Seite, denn wer hätte je von einem drei Jahre alten Single Malt namens „Our Beer“ gehört :?: Wir zumindest nicht.

Der Schweizer (43 %, rund 60 Euro) hat sechs Monate von seinen drei Reifejahren in einem Tokajer-Fass verbracht und sollte sich in einem Feld von weiteren fünf Whiskys behaupten. Für die irischen Farben ging ein zwölf Jahre alter „Redbreast Pure Pot Stilled Irish Single Malt Whiskey“ an den Start. Die Schotten wurden vertreten durch einen vier Jahre alten Bunnahabhain, den Muray McDavid abgefüllt hat und auf den ich mich ganz besonders freute :D . Außerdem „im Einsatz“: ein zehn Jahre alte Laphroaig Fassstärke (58,3 %), von Bruichladdich die 3D3 Third Edition (The Norrie Campbell Tribute Bottling, 46 %) und die gute, alte Black Bottle ohne Altersangabe.

Eine ziemlich unorthodoxe Range, doch gerade deshalb konnte das so schwierig ja wohl nicht sein 8) . Dazu muss man wissen, dass wir bei unseren Verkostungen zwar wissen, was serviert wird, doch die Reihenfolge, in der der Whisky kommt, ist willkürlich. Bevor am Schluss das Geheimnis gelüftet wird, wird anhand der von uns vergebenen Punkte festgehalten, welcher Whisky uns am besten geschmeckt hat und welcher eben nicht. Dass jeder Teilnehmer den Ehrgeiz hat, jede Probe auch zu erkennen, muss ja eigentlich gar nicht extra erwähnt werden :D .

Es wurde, so viel sei bereits verraten, ein ausgesprochen denkwürdiger Abend, der vor allem den sieben „Spezialisten“ am Glas eine Menge zu denken gegeben hat :shock: ! Keine große Überraschung: den Laphroaig hat jeder auf Anhieb erkannt. Die kraftvolle Fassstärke konnte nicht verheimlichen, wo das Fass gestanden hat. Geschmeckt hat uns das Dram auch recht gut. Unangefochten Platz zwei für den Laphroaig :D . Der sanfte Ire mit seinen süßen Karamellnoten erreichte Platz drei, der Bruichladdich kam auf Platz vier und – ich mochte es nicht glauben – der Bunnahabhain nur auf Platz fünf :-( . Der Vertreter meiner Lieblings-Destille konnte mich absolut nicht überzeugen und auch bei meinen Mitstreitern schaffte er es nicht zu punkten. Ich war übrigens ziemlich sicher, dass ich den Laddie im Glas hatte :oops: . Na ja, zumindest fangen beide Islay-Vertreter mit „B“ an…

Mit Spannung erwartet: das Schlusslicht und der Spitzenreiter. Da jeder von uns die Black Bottle auf Anhieb erkannt hat (ich bitte euch – den Klassiker hat doch nun wirklich schon jeder von uns ungezählte Male getrunken!), war ja klar, dass der andere als fast untrinkbar eingestufte Schluck nur die „Bier-Plörre“ aus der Schweiz sein konnte.

Glückwunsch! Alle Kandidaten null Punkte! Grandioser kann man sich wahrlich nicht blamieren :oops: . So was von voll daneben hat es wahrscheinlich weltweit noch bei keinem Tasting gegeben! Ganz schwacher Trost: wir waren uns zumindest einig. Einig darin, dass für die Black Bottle (also den vermeintlichen Schweizer) eigentlich der letzte Platz noch viel zu gut war...

And the winner is the Black Bottle, der Blend, bei dem man doch weiß, was man hat… Ja denkste! „Our Beer“, der krasse Außenseiter aus der Schweiz, hat restlos überzeugt, zog deutlich mit den meisten Punkten (ja, es war nicht mal eine knappe Entscheidung) an den anderen Drams vorbei und sorgte dafür, dass uns wirklich mal nicht so ganz viel dazu einfallen wollte. Kollektives Versagen auf der ganzen Linie :roll: . Jetzt seid ihr dran!

Dass der Abend trotzdem (oder eben deshalb) richtig lustig war, keine Frage. Wir haben lange nicht mehr so viel (über uns selbst) gelacht. Kein Wunder, angesichts so überzeugter Statements, wie „Die Black Bottle erkenne ich blind unter 50 Proben nach dem ersten Schluck!“ Klar, das wäre ja dann ziemlich eindrucksvoll bewiesen worden :lol: !

So einig wie in unserem gemeinsamen Fehlurteil waren wir dann abschließend aber auch noch in einem weiteren Punkt: Damit uns so was nicht noch mal passiert, müssen wir üben, üben, üben… :D

In diesem Sinne – Slainte mbath!

Wer neugierig geworden ist auf den Schweizer:

www.humbel.ch/produzenten/unserbier

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Letzte Änderung: von gaira.
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